Neubau Aula | Rüthi

Projektwettbewerb im offenen Verfahren 5. Preis

Städtebau und Architektur
Als grosse Qualität der bestehenden Anlage zeichnet sich der vorgelagerte „Park“ mit einzeln gesetzten Laub und Nadelbäumen aus. Er dient als geschützter Aufenthalts- und Pausenraum für die Schüler. Mit der Setzung des Neubaus im Südosten der Anlage, wird der Sonnenplatz erhalten und gestärkt. Von dieser Position profitieren die Inneräume, die einen direkten Bezug zum Grünraum erhalten. Deutliche Versätze in der Grundrissfigur markieren den Haupteingang und die Anlieferung des Mehrzweckbaus. Sie geben dem Baukörper einen angemessenen Massstab und setzten diesen in Bezug zur Gesamtanlage. Gleichzeitig zonieren sie den Aussenraum um das Gebäude. Der Neubau tritt als eigenständiger, öffentlicher Bau zur bestehenden Anlage auf. Das V-förmige Satteldach nimmt Bezug auf die bestehenden Dachformen und ist gleichzeitig das charakterbildende Merkmal, das den Neubau eigenständig macht.  Die hell verputze Fassade unterstreicht die Form des Baukörpers. Leicht vortretende, eigefärbte Betonstützen rhythmisieren die Fassade und leiten das Gewicht des Daches in den Sockel. Eine grosszügige Eingangshalle empfängt den Besucher und führt diesen in die Räume des Neubaus. Über ein Oblicht dringt Tageslicht in den Eingangsraum. Aber auch die transparenten Türen erhellen das Foyer und lassen Blickbezüge zu. Im Mehrzweckraum sorgt die Dachform für ein überraschendes Raumgefühl. Dabei gliedern die Unterzüge den Dachraum und werden durch das eintretende Tageslicht zum gestaltenden Element. Das grosse Fensterband gewährt Ein- und Ausblicke und verleiht dem Raum zusammen mit den Pendelleuchten einen festlichen Charakter. Die Oberflächen in den Innenräume sind verputzt und werden an einigen stellen durch eine blaue aufgespannte Tapete nobilitiert. Im Mehrzweckraum sorgt das Textil an der Decke für eine angenehme Akustik.