Wohnüberbauung | Brünnen

Projektwettbewerb im offenen Verfahren | Mit Andreas Geser Landschaftsarchitekten, Zürich

Städtebau und Freiraum
Der vorliegende Entwurf schlägt zwei Baukörper vor, die einen grosszügigen, öffentlichen Hof formen. Dabei wird die Typologie des Blockrandes aufgenommen, geöffnet und so interpretiert, dass die Setzung der Baukörper die umliegenden Nachbarsbauten miteinbezieht und die angrenzenden öffentlichen Räume mitgestaltet. Einerseits vermittelt der Hof zwischen dem im Norden liegenden Corbusierplatz und im Süden liegenden Baufeld 8. Andererseits entstehen so zu den beiden östlich und westlich angrenzenden Strassen hin klare geschlossene städtische Fassaden. Die Aussenräume des Baufeldes acht werden unmittelbar an den neuen Hof angebunden. Durch die Setzung der beiden neuen Häuserzeilen entsteht zum nördlich gelegenen Corbusierplatz hin ein Tor zum Hof. Die in den Hof hineingreifen Finger der beiden Baukörper formen die mäandrierende Landschaft und bilden geschützte Nischen aus.  Entschiedene Vor- und Rücksprünge gliedern den langen Baukörper zur Strasse hin in einzeln aneinandergesetzt anmutende Gebäude. Diese Staffelung ermöglicht eine adäquate Reaktion auf die Topografie und nimmt den Geländeverlauf der Strasse natürlich auf. Die städtebauliche Setzung schafft klare Hierarchien. So sind alle Zugänge zu den Häusern und Wohnungen von der Strassenseite her gelöst. Klare markante Rücksprünge und auskragende Eingangsdächer markieren jeweils die Zugänge. Über Nebeneingänge besteht auch die Möglichkeit von den Eingangshallen direkt in den Hof zu gelangen. Zum Corbusierplatz  werden zwei schlanke Kopfbauten ausformuliert, die im Erdgeschoss die öffentlichen Einrichtungen beherbergen.

Freiraum
Die Grundidee der Landschaftsarchitektur entwickelt sich aus der städtebaulichen hofartigen Grundsituation. Die Beziehung von Innen und Aussen soll durch die Aussenraumgestaltung zusätzlich akzentuiert werden. Ein bunter wiesenartiger und mit Bütenbäumen durchsetzter Pflanzentepppich prägt das Innere, das durch einen zentralen Erschliessungsweg durchschnitten wird. Mittels platzartigen Aufweitungen wandelt sich diese Wegeverbindung zum zentralen Spiel- und Aufenthaltsort. Als Gegensatz zu diesem kontemplativen Innenraum, versteht sich das strassenseitige Aussen mit der längsseitigen Reihung von Eingangssituationen. Über die Topographie erlangen die einzelnen Eingänge ihre Einzigartigkeit und werden zum Unikat.