Haltung
dem Vorhandenen auseinanderzusetzen und den Spuren der
Vergangenheit mit Neugier zu folgen. Unser Blick richtet sich
auf das Handfeste, das Reale und das Gewöhnliche – die leisen
Töne eines Ortes und die subtilen Details, die erst beim zweiten
Hinsehen sichtbar werden, inspirieren unsere ersten Ideen für
Bauaufgaben. Ziel ist es, diesen Orten etwas Beständiges und
Wertvolles hinzuzufügen, das ihren Geist verkörpert.
Mit Geduld und Beharrlichkeit analysieren wir Prägung, Identität
und Charakter eines Ortes und setzen uns dabei mit Fragen nach
Identität und Schönheit auseinander. Historische Vorbilder
dienen uns als Lehrmeister: Gestalt und Schönheit sind zentrale
Themen unserer architektonischen Diskussionen. Bei der
Betrachtung von Innen- und Aussenräumen zeigt sich, dass
Schönheit aus der harmonischen Anordnung und Beziehung von
Elementen entsteht – eine einzelne Säule mag stark sein, doch
erst in der Reihe entfaltet sie ihre wahre Kraft. So denken wir
über Gestalt und Proportion der Flächen und ihrer Öffnungen
nach, die die Leere der Räume umgeben.
Der Raum und seine Gestalt sind Ausgangspunkt unserer
Überlegungen; das Denken über Räume ist untrennbar mit dem
Denken über die Stadt verbunden. Unser Interesse geht über
blosse Nutzung und Funktion hinaus – wir streben nach
Atmosphäre, Komfort und einer Dichte an Sinnlichkeit in unseren
Raumbildern. Sinnlichkeit und Atmosphäre entstehen letztlich
durch Gestalt, Plastizität und das "Kleid" eines Raumes –
sie lösen Empfindungen aus und erzählen Geschichten, die in
unserer Erinnerung haften bleiben.
Materialität
Die Empfindung des Schönen in der Architektur ist untrennbar
mit der Machart und Materialität eines Gebäudes verbunden.
Jede Form steht in direkter Abhängigkeit zu den verwendeten
Materialien, die ihrerseits erst durch Verarbeitung und
Behandlung ihren Wert erhalten – und massgeblich
mitentscheiden, ob ein Bauwerk als schön oder wenig
ansprechend wahrgenommen wird.
In unserer Praxis setzen wir hochwertige, in der lokalen
Bautradition verwurzelte Baumaterialien nach den Prinzipien der
Baukunst ein. Die Komposition der Materialien prägt unsere
Architektursprache und ist entscheidend für die Atmosphäre, die
im Raum entsteht. Gleichzeitig integrieren wir neuartige
Materialien in unsere Entwürfe, die – an den richtigen Stellen
eingesetzt – neue Möglichkeiten eröffnen und frische Impulse in
die Gestaltung bringen. So entsteht eine harmonische
Verbindung zwischen Tradition und Moderne, die das Schöne in
der Architektur neu definiert.
Arbeitsweise
In unserer Arbeit legen wir grossen Wert auf den Austausch und
die Zusammenarbeit zu zweit. Der Prozess beginnt oft mit einem
inspirierenden Gespräch, in dem erste Ideen für einen Entwurf
entstehen. Im Laufe der Zeit bringen wir diese Gedanken zu
Papier, wobei wir feststellen, dass unsere Projekte viel Zeit in
Anspruch nehmen und oft eine Phase der Ruhe benötigen, um sie
mit frischem Blick neu zu betrachten.
Ort | Mensch
In unserer Architektur verstehen wir uns als integralen Bestandteil
der Gesellschaft, der den Dialog mit der Nachbarschaft, der
Umgebung und der vorherrschenden Baukultur sucht. Unser Ziel
ist es, Räume und Häuser zu schaffen, in denen sich Menschen
wohlfühlen und die eine hohe Lebensqualität bieten. Wir tragen
eine Verantwortung gegenüber den Nutzerinnen und Nutzern
sowie den Ortsbildern, die wir gestalten, und setzen daher auf
Sorgfalt und ein feines Gespür für die Bedürfnisse der
Gemeinschaft. An dieser Verantwortung halten wir fest und
streben danach, auch in Zukunft Architektur zu entwickeln, die auf
sozialer und kultureller Ebene Teil ihrer Umgebung ist.
Tours d’Horizon
Die folgende Bildreihe zeigt eine Tours d’Horizon sowie die
Inspirationsquellen unserer Arbeit .
„Zu unseren schönsten Träumen gehören angenehme
Reiseerinnerungen. Herrliche Städtebilder, Monumente, Plätze,
schöne Fernsichten ziehen vor unserem geistigen Auge vorüber,
und wir schwelgen noch einmal im Genusse alles des Erhabenen
oder Anmutigen, bei dem zu verweilen wir einst so glücklich
waren.“
Auszug aus Camillo Sitte, Der Städtebau nach seinen
künstlerischen Grundsätzen.